Von Eltern empfohlen: Spieleideen!


Auf unserem Familienwochenende im Lambach hatten wir das Thema „Spielen mit Rett-Kindern“. Dazu haben wir einen Workshop gemacht, an dem alle Eltern teilgenommen haben. In der Einladung haben wir alle Eltern aufgefordert, die Spielsachen und die Dinge, mit denen sich die Töchter beschäftigen, mitzubringen und den anderen kurz vorzustellen. Im folgenden werden alle vorgestellten Spiele und deren Einsatz kurz erläutert.

Im Folgenden werden oft die Begriffe BigMack, StepByStep und Powerlink auftauchen. Dies sind Hilfsmittel für die Unterstützte Kommunikation. Näheres dazu findet Ihr im Forum im Bereich UK.

Am Anfang haben wir die Spiele in verschiedene Kategorien eingeteilt. Diese Kategorien geben nur einen groben Leitfaden, da sich viele Spiele nicht nur in eine Kategorie einordnen lassen:

  • Freie Spiele, Rollenspiele
  • Brettspiele
  • Lernspiele
  • Sing- und Fingerspiele
  • Selbstständige Beschäftigungsspiele

Freie Spiele:

Wo ist das Schweinchen?

Kasperltheater:

Hier sind alle erdenklichen Rollenspiele möglich. Man kann Familiensituationen nachstellen, bestimmte Erlebnisse nachspielen, Märchen erzählen. Es können Fingerpuppen oder auch richtige Kasperlepuppen verwendet werden. Gut ist es, wenn die Kinder auch die Puppen mal anfassen (oder reinbeißen) können. Auch können alltägliche Dinge als Puppen verwendet werden, wie zum Beispiel ein grüner Waschlappen als Krokodil. Das kann auch mal direkt nach den Kindern schnappen! Bei Märchen lassen sich gut bunte Tücher und Zauberstäbe mit Glitzer einsetzen.

 

Folkmanis Handpuppen:

Die Folkmanis Handpuppen sind sehr schöne und sehr beweglich (Arme, Hände und der Mund können durch hineinschlüpfen der Hände sehr gut bewegt werden) , aber auch etwas teurere Handpuppen, mit denen man wunderbar spielen herumalbern und auch schmusen kann.. Diese Puppen sind sehr ansprechend für die Kinder und bereiten viel Spielspass. Für Bezugsquellen einfach im Internet nach „Folkmanis“ suchen oder im Handel fragen.


Stabpuppen:

Dies sind Puppen, die mit Hilfe eines Stabes geführt werden. Die Puppen befindet sich zunächst „versteckt“ im Trichter und wird dann mit Hilfe des Stabes nach oben heraus geschoben und „erscheint“. Dies lässt sich mit Hilfe des StepByStep hervorragend nutzen, um mit den Kindern zu spielen: man spricht auf den StepByStep die Kommandos: „Kasperl komm raus“, Kasperl komm RAUS“, Kasperl KOMM RAUS“. Das Kind erteilt durch Drücken des StepByStep die Kommandos du der Kasperl erscheint beim letzten Kommando ganz plötzlich.

Mir macht das auch Spaß!


Luftballonpusten:

Luftballons werden auf Kommando mit dem Bigmack/StepbyStep aufgepustet und fliegen gelassen. Dazu spricht man auf drei BigMacks die Kommandos: Pusten, Fliegen lassen, Quietschen lassen. Die BigMacks werden noch mit entsprechenden Symbolkarten versehen. Wer keinen oder nicht so viele BigMacks hat, kann auch nur Symbolkarten verwenden, auf die das Kind zeigen kann.

Der Erwachsene folgt genau den Kommandos. Es gibt kein Entkommen. Wenn nur auf das Kommando „Pusten“ gedrückt wird, dann wird auch weiter aufgepustet, bis er platzt! Das macht den Kindern einen Heidenspaß!

 

Was gibt´s zum Frühstück?

Stofftiere:

Mit Stofftieren kann man sehr viele Spiele spielen. Hier werden nur einige Beispiele aufgeführt:

Einige Stofftiere auf dem Tisch im Halbkreis anordnen. Das Frühstücksbrettchen von Jako-o auf den Tisch stellen und dann das Holzgemüse mit dem Holzmesser zerschneiden und den Stofftieren zu fressen geben. Dabei kann das Kind zunächst auswählen, welches Gemüse geschnitten werden soll und dann, welches Tier fressen darf.


Lauftiere:

Elektrische Lauftiere wie zum Beispiel Hasen, Hunde und Elefanten kann man hervorragend auf Kommando loslaufen lassen. Dazu auf den StepByStep die Kommandos „Auf die Plätze“, „Fertig“, „Los“ sprechen oder entsprechende Symbolkarten verwenden. Dann läuft das Stofftier brav über den Tisch bis es zur Freude der Kinder hinten runterpurzelt. Adaptierte Stofftiere können an einen Taster oder auch BigMack/StepByStep angeschlossen werden. Dann steuert das Kind selbst das Stofftier. Hier sollte man aber gut aufpassen, dass das Stofftier nicht gleich den ganzen BigMack mit vom Tisch reißt!

„Auf die Plätze, fertig … los!"

Ich laufe und kann den Rüssel heben!

Für dieses Spiel eignen sich auch sehr gut Tiere/Figuren, die auf einer schiefen Ebene herunterwackeln, sobald sie einen kleinen Schubs bekommen. Hier kann man auch gut folgende Kommandos auf den Step by Step sprechen: Auf die Plätze (das Tier/die Figur) wird an den Start gesetzt)  -fertig (man lässt das Tier/die Figur mit einer großen Geste los)  - und los (das Tier(die Figur bekommte einen Schubs und wackelt los).


Laufpferdchen:

Das Laufpferdchen wurde adaptiert und es lässt sich mit einem Taster steuern. Zum einen kann vorwärts laufen und durch Umlegen eine Schalters wiehert es und wackelt mit dem Schweif. Mit dem Pferdchen lassen sich viele Rollenspiele machen. Man kann das Pferdchen ans andere Ende vom Tisch stellen und vor das Kind eine leere Pappschachtel als Futtertrog und einen (leeren) Joghurtbecher als Wassertrog. Dann muss das Kind das Pferdchen zum Trog laufen lassen, damit es fressen und trinken kann. Danach kann das Kind das Pferdchen streicheln, die Mähne kämmen, die Zügel richten usw.

Cha-Cha Bär:

Der Cha-Cha Bär ist ein Stofftier, dass auf Knopfdruck hin tanzt und singt. Wenn es adaptiert ist, kann es durch einen Tastendruck angeschaltet werden. Damit der tanzende Bär noch mehr Spaß macht, kann man ihn zum Beispiel verkleiden: Tücher um die schwingenden Hüften drapieren oder eine coole Brille aufsetzen. Besonders bewährt haben sich leuchtende Kugeln um seinen Hals. Der Fantasie sind hier keine Grenzen gesetzt!

Fang mich …

Cha Cha Cha …

Bei Sonderangeboten in Supermärkten oder bei www.pearl.de gibt es oft Stofftiere, die sich auf Knopfdruck in Aktion versetzen lassen. Das Huhn ist ein ganz spezielles Spielzeug, da es auf Knopfdruck losläuft und singt. Packt man es aber am Hals, flattert es wild und gackert laut herum. Lässt man es wieder los, läuft es normal weiter. Dieses Huhn ist sehr lustig und für die Kinder auch sehr aufregend und faszinierend.


Im Allgemeinen kann man eigentlich alle elektrisch betriebenen Stofftiere so anpassen, dass man sie zusätzlich mit einem Taster bedienen kann. Dies schafft für unsere Kinder ein viel direkteres Spielerlebnis und sie können sich auch mal eine Zeit lang allein beschäftigen. Wer Hilfe zum Adaptieren von diesen Stofftieren braucht, kann sich ruhig ans Forum wenden. Da sind immer einige  erfahrene Leute drin, die einem helfen bzw. die Tiere adaptieren können.

 

Elektrischer Hase:

Der Hase ist adaptiert und wird mit einem Tuch zugedeckt. Jetzt jammert der Hase, dass er nichts sehen kann. Dann drückt das Kind auf einen Taster und der Hase läuft zu ihm hin. Jetzt kann das Kind das Tuch wegziehen und der Hase freut sich.

 

Holzbausteine und elektrische Stofftiere:

Man baut einen Turm aus Holzbausteine, Lego oder ähnlichem Baumaterial auf. In einiger Entfernung stellt man ein elektrisch betriebenes adaptiertes Stofftier auf, das auf Tastendruck auf den Turm zuläuft und ihn schließlich umschmeißt.

Magnetpuppen ankleiden:

Magnetpuppen kann man hervorragend auf verschiedenste Arten anziehen. Das Kind kann jeweils die entsprechenden Kleidungsstücke auswählen und er Erwachsene kann dann das Kleidungsstück platzieren. Zum Auswählen der Kleidungsstücke wird dem Kind eine Auswahl von 2 bis vier Kleidungsstücken angeboten, aus den denen es wählen kann.

 

Kreisel:

Es gibt in Supermärkten oder auch Elektronikgeschäften (Conrad etc.) Kreisel, die aufleuchten, wenn sie in Drehung versetzt werden. Auch hier kann man wieder das Kommandospiel machen: Auf den BigMacks/StepByStep „Auf die Plätze“, „Fertig“, „Los“ sprechen (oder Symbolkarten verwenden). Bei Los den Kreisel kräftig in Drehung versetzen. Wenn es ein Leuchtkreisel ist, sollte man den Raum etwas verdunkeln, dann ist der Eindruck für das Kind besser und stärker!

 

Was ziehe ich heute nur an?


Simsalabim!

Mit Tierfiguren (von Schleich oder Playmobil…) lassen sich gut Bauernhofgeschichten, Zoobesuche oder auch eine Urlaubsszene nachspielen. Dazu werden die Tiere in Gatter aufgestellt. Als Wiese dient ein grünes Blatt Tonpapier ein Stück Filz. Blaues Papier oder Filz stellt einen Fluss dar und ein Stück Kork könnte Ackerboden sein. Dann kann das Kind die Tiere zuordnen: Wo soll das Tier hin? Was macht es gerade? Etc.

 

Pringles Dose:

Aus alltäglichen Dingen lassen sich oft schnell und einfach prima Spielzeuge herstellen: eine (leere) Pringlesdose wird zum Beispiel mit einer weißen Folie beklebt. Darauf wird dann eine schwarze Spirale geklebt/gemalt. In die Dose kommt ein Tischtennisball. Die Enden der Dose werden mit einem Metall- und einem Pappdeckel verschlossen. Jetzt kann die Pringlesdose eine schiefe Ebene herunterrollen, oder sie macht beim Schütteln Krach, der mal laut (Metalldeckel) und mal leise (Pappdeckel) ist. Das Kind kann über entsprechende Symbolkarten bzw. mit Hilfe der Bigmacks Kommandos geben, was gemacht werden soll bzw. was gemacht wurde: „War das jetzt laut oder leise?“. Zusätzlich stellt die Dose durch ihre kontrastreiche farbliche Gestaltung einen großen visuellen Reiz für die Kinder dar.

Szenen nachspielen:

Mit Tierfiguren (von Schleich oder Playmobil…) lassen sich gut Bauernhofgeschichten, Zoobesuche oder auch eine Urlaubsszene nachspielen. Dazu werden die Tiere in Gatter aufgestellt. Als Wiese dient ein grünes Blatt Tonpapier ein Stück Filz. Blaues Papier oder Filz stellt einen Fluss dar und ein Stück Kork könnte Ackerboden sein. Dann kann das Kind die Tiere zuordnen: Wo soll das Tier hin? Was macht es gerade? Etc.

Zebra-Streifen hochkant


Tennisbälle:

Tennisbälle oder andere weiche Bälle eignen sich gut für Hol- und Bringspiele. Das Kind gibt dabei oder Symbolkarten oder den BigMack/StepByStep Kommandos wie „Ball holen“, „Ball werfen“, Ball zu mir“ usw.

 

Domino Steine:

Die Geschwisterkinder oder Eltern können die Domino Steine auf dem Boden aufbauen und das Kind kann sie dann umstoßen. Das geht auch mit dem Rolli! Wenn man nicht die Geduld hat, so viele Steine aufzustellen, kann man einen Domino Laster (Spielzeug) verwenden. Der stellt beim ferngesteuerten Fahren die Dominosteine selbstständig auf. Dies geht prima auf großen Tischen wie zum Beispiel einer Tischtennisplatte. Das Kind kann zum Tisch gehen oder fahren und die Steine umschmeißen.

 

Mightymo (Talker mit Touchscreen):

Auf dem Mightymo werden Tiere angezeigt. Das Kind kann auf die Frage „Wie macht das Tier“ die entsprechende Tierstimme auswählen. Diese Tierstimmen kann man auf mehrere BigMacks/StepByStep aufnehmen.


Brettspiele

Wo ist die Katze?

Ringelei (Haba):

Bei diesem Spiel geht um die Farben Rot, Gelb und Blau. Im Spiel selbst ist ein recht großer Würfel drin, den das Kind gut fassen kann. (Kann das Kind keinen Würfel benutzen kann man auch ein All-Turn-It Spinner mit den entsprechenden Farben versehen und damit spielen.). Bei diesem Spiel müssen drei verscheiden farbige Männchen mit jeweils drei Ringen ihrer Farbe versehen werden. Zuerst erwürfelt man „sein“ Männchen und dann muss man seine Ringe erwürfeln. Wer zuerst sein Männchen „voll“ hat, hat gewonnnen. Dieses Spiel ist gut mit Geschwistern zu spielen.

Da die Ringe unterschiedlich groß sind könnte man mit diesem Spiel auch die Begriffe klein, groß, größer üben.

Als ganz einfache Variante könnte man auch das Kind einen Ring aussuchen lassen und dann gemeinsam mit Handführung das entsprechende Männchen suchen und den Ringe aufsetzen.

Tierstimmenmemory:

Das Tierstimmenmemory besteht aus einem Gerät, das Tierstimmen vorspielen kann, und einem Memory mit Tieren darauf. Das Tierstimmengerät hat einen grünen und einen gelben Knopf. Drückt man auf den gelben Knopf, wird eine Tierstimme vorgespielt. Das Kind kann dann das der Tierstimme entsprechende Tier heraussuchen. Falls man die Tierstimme noch mal hören möchte, kann man einfach den gelben Knopf noch mal drücken. Hat das Kind das richtige Tier gefunden, drückt man den grünen Knopf und es ertönt „Bravo“ aus dem Gerät. Man kann das Gerät so adaptieren, dass statt des gelben Knopfes ein Taster gedrückt wird. Das Kind kann dann selbst sich die Tierstimme so lange vorspielen lassen, bis es das richtige Tier gefunden hat. Man kann dieses Spiel auch prima mit Geschwisterkindern spielen.

Wer hat zuerst alle Ringe?


Verrenkungen nicht ausgeschlossen

Twister Folie:

Das Spiel besteht aus einer großen mit vielen Farbfeldern versehene Folie und einem Farbwürfel sowie einem Körperteil-Würfel. Es werden jeweils eine Farbe und ein Körperteil gewürfelt. Das gewürfelte Körperteil (Arm, Bein, Hand, Fuß) muss dann auf das gewürfelte Farbfeld gesetzt werden. Das sieht sehr lustig aus und führt akrobatischen Verrenkungen! Das Kind kann also mit dem Würfel Farbe und/oder Körperteil würfeln und die Erwachsenen oder Geschwisterkinder müssen das Gewürfelte erledigen.

Als Abwandlung (ohne Verrenkungen) kann das Kind verschiedene farbige Gegenstände den Farben auf der Twisterfolie zuordnen. Durch die Größe der Folie ist es für das Kind sehr gut zu sehen und gewinnt dadurch auch sehr schöne räumliche Eindrücke (vor, hinter, neben, links, rechts).


Farbkartenweg:

Dies ist ein Spiel für mehrere Geschwister. Man nimmt bunte Notizzettel und klebt sie beliebig auf den Boden. Sie sollten aber so angeordnet sein, dass sie einen Weg bilden. Am Ziel legt man etwas Süßes hin. Jetzt kann das Kind eine Farbe erwürfeln (All-Turn-It Spinner oder richtiger Würfel) und die Geschwister dürfen sich auf die entsprechende in ihrer Reichweite fortbewegen. Wer zuerst am Ziel ist, bekommt die Leckerei am Ende.

 

Tempo kleine Schnecke.

Dies ist ein Spiel, bei dem sechs farbige Schnecken über ein Kohlfeld huschen müssen. Dazu gehören zwei Farbenwürfel oder ein All-Turn-It Spinner mit den entsprechenden Farben. Bei diesem Spiel geht es nicht darum, dass ein bestimmtes Kind gewinnt. Jedes Kind zieht die Farbe/Schnecke weiter, die es eben würfelt. Diejenige Schnecke, die zuerst am Ziel ist, hat gewonnen. Dies ist wiederum ein prima Spiel mit Geschwistern.

Obstgartenspiel:

Bei diesem Spiel geht es um vier Obstsorten, die geerntet werden müssen. Allerdings muss man sich sputen und alle Früchte ernten bevor der Rabe zuschlagen kann. Der Rabe besteht aus einem Puzzle, das sich während des Spiels zusammensetzt. Auf dem Würfel sind die Obstsorten, ein Korb und der Rabe abgebildet. Jedes Kind würfelt und erntet das erwürfelte Obst oder, wenn der Rabe erscheint, legt ein Puzzleteil des Raben in die Mitte. Wird der Korb gewürfelt, darf sich das Kind zwei Obstsorten aussuchen, die es ernten möchte (damit unsere Kinder bei dieser Aufgabe mitmachen können ist es hilfreich, wenn man die vier Obstsorten auf laminierten Karten bereithält) Ist alles Obst geerntet, bevor der Rabe zusammengepuzzelt ist, hat man gewonnen, ansonsten gewinnt der Rabe! Dieses Spiel macht sehr viel Spaß und ist prima mit Geschwistern zu spielen. Auf den StepByStep kann man Spielkommentare sprechen: „Nein, nicht der Rabe schon wieder“ oder „Schnell, schnell Obst ernten!“ usw. Damit kann sich das Kind prima ins Spiel einmischen und kommentieren.

 

Piratissimo:

Bei diesem Brettspiel muss man von vielen Inseln Gold einsammeln. Man muss sich vor den anderen hüten und vor allem auf den Wirbelsturm aufpassen. Ein Würfel, der die Zahlen von 1 bis 4 und zwei Wirbelsturmsymbole zeigt, gehört dazu. Die Würfelsymbole kann man prima auf den All-Turn-It Spinner übertragen. Das Kind würfelt und zieht sein Schiff entsprechend vorwärts. Dabei kann es Gold einsammeln oder sich welches von anderen Schiffen, denen es begegnet, holen. Es muss aber aufpassen, dass es sein Schiff nicht überlädt, sonst geht es unter und verliert all seine Ladung. Dieses Spiel ist prima mit Geschwisterkindern zu spielen.

 

 

Vorsicht Rabe!

Achtung Wirbelsturm!


Krokofant passt nicht!

Tierpuzzle:

Das Tierpuzzle besteht aus jeweils zwei Karten. Auf der einen Karte ist der vordere Teil des Tieres zu sehen und auf der anderen das hintere Teil. Jetzt legt man dem Kind ein Teil hin und lässt es dazu das passende Gegenstück heraussuchen. Dazu trifft man eine Vorauswahl (2 bis drei Tiere), damit das Kind nicht überfordert oder frustriert wird. Am Ende des Spiels kann man mit dem StepByStep die Zahl der gefundenen Paare zählen. Einfach die Zahlen 1 bis 10 auf den StepByStep sprechen.


Großer Würfel (Wehrfritz):

Bei Wehrfritz gibt es einen großen Würfel (ca. 20cm Kantenlänge), der auf den Flächen eine Folie hat, hinter die man eigene Bilder stecken kann. Damit kann natürlich alles mögliche spielen. Eine Möglichkeit ist, dass man verschiedene Tätigkeiten (Gehen, Rennen, Kriechen, etc.) auf die Seiten steckt. Dann muss die jeweilige erwürfelte Aktion durchgeführt werden.

 

Mensch ärgere Dich nicht:

Der Klassiker unter den Brettspielen ist natürlich auch für unsere Mädchen geeignet. „Mensch ärgere Dich nicht“ macht in jedem Alter Spaß. Als Würfel wird entweder ein größerer Holzwürfel oder der All-Turn-It-Spinner genutzt. Die einzelnen Züge der Kegel kann man mit dem StepbyStep begleiten (1,2,3,4,5,6).

Würfeln einmal anders


Welches Tier ist gemeint?

Tierreime:

Dieses Spiel baut man selbst. Es werden viele Tierreime in einem Hefter geheftet und dann muss das Kind zu das zu dem Tierreim passende Tier (Symbolkarte) heraus suchen. Hier sind einige Tierreime als Vorschlag:

  • Ich kriech umher und Dir wird bange, ich bin eine ….. (Schlange).
  • Wenn ich bell, hab ich nen Grund. Ich bin Bello, ich bin ein … (Hund).
  • Ich habe Federn, kann was für dich tun: Ich lege Eier, Du isst sie, ich bin ein… (Huhn).
  • Habe lange Haare an der Nase und lange Ohren , bin ein …. (Hase).
  • Hab Borsten, ich grunze, was werd ich wohl sein? Mein Schwanz ist geringelt, ich bin ein … (Schwein).
  • Ich bin klein, aber ich rücke Dir auf die haut und pieks! Die …. (Mücke).
  • Ich stehe auf der Wiese so wollig, so brav. Von mir gibt´s Milch, ich bin ein … (Schaf).
  • Man nennt mich einen Vogel, ich sehe aber größer aus. Ich gehe auf meinen Beinen und fliege nicht. Ich bin ein …. (Strauss).
  • Ich stehe auf der Wiese und mache MUH, ich werde gemolken. Ich bin eine. … (Kuh).
  • Ich bin ein hübsches Flatterding, mag Blüten; Bin ein  ... (Schmetterling).
  • Ich springe auf zwei Beinen und du denkst, „Nanu!“ Wer war das denn eben, ein …. (Känguru).
  • Ich schnurre, ich fauche und ich kratze, ich sag miau. Ich bin die … (Katze).
  • Ich bin groß, grau und gespannt. Ob du mich rätst, Der … (Elefant).
  • Ich sehe ein wenig zum Fürchten aus: hab Zähne, kann fliegen, ich bin die … (Fledermaus).
  • Mein Hals ist so lang, weißt Du, was ich schaffe? Ich fresse die Blätter vom Baum, ich bin die … (Giraffe).

 

Weitere Tierreime sind in dem Buch: „Komm wir zaubern“ von Helmut Spanner.



Lernspiele

Zählen mit Tierjungen:

Dieses Spiel eignet sich prima, die Zahlen von 1 bis 10 kennen zu lernen. Es muss jeweils ein „Tiernest“ mit Jungen gefüllt werden. Dabei wird der StepByStep mit den Zahlen von 1 bis 10 besprochen und die Tierjungen nach erfolgreichen hineinlegen ins Nestchen mit dem StepByStep durchgezählt. Hat man alle Nester gefüllt, kann das Kind mit BigMack (mit „Fertig“ besprechen) das Spielende bekannt geben.

Spielesammlung vom LOGO Verlag (www.logo-verlag.de):

Diese Spielesammlung besteht aus verschiedenen Spielen, die u.a. folgendes enthalten:

Würfel mit Anlauten, Würfel mit Grundformen. Bilderkarten, die auf der Vorderseite nur das Bild haben und auf der Rückseite das Bild und die Bezeichnung dazu.

Man legt zunächst einige Karten nur mit den Bildern auf den Tisch. Man sieht mit dem Kind zusammen alle Bilder und benennt diese. Dann nimmt man den Würfel mit den Anlauten und würfelt. Bei einem „I“ sucht man dann zum Beispiel die Igelkarte heraus. Später kann man die Karten umdrehen, damit die Bezeichnungen zu sehen sind.

 

Colorama (Ravensburger):

Sehr gutes Spiel zum Anbahnen von Formen und Farben. Zum Spiel gehört ein Farb- und Formenwürfel. Es müssen jeweils die passenden Bausteine herausgesucht und auf das Brett gestellt werden. Eignet sich auch prima für Geschwisterkinder.

 

 

Hop hop ins Nestchen!


Montessori Materialien:

Montessori hat eine Vielzahl von Materialen entworfen, die sich auch für unsere Mädchen mit Unterstützung und Handführung gut eignen. Z. Bsp. Buchstabentafeln (auf farbigen Holztafeln sind Sandbuchstaben aufgedruckt). Manche Dinge kann man auch gut gemeinsam mit dem Kind zusammen herstellen, z. Bsp. kann man Buchstaben selbst „erscheinen“ lassen, indem man mit UHU Stick den Buchstaben auf ein Blatt Papier malt. Dann durch ein Sieb Sand auf das Blatt verstreuen und das Blatt anheben: siehe da, der Buchstabe erscheint. Es können auch jegliche Art von Magnet- und Kreidetafeln benutzt werden, um Buchstaben anzubahnen.

Was ist da nur drin?

Schmuckkästchen mit Ballerina:

Toll zur Aufmerksamkeitssteuerung ist ein Schmuckkasten mit Ballerina. Das Kind macht mit Hilfe den Kasten auf und betrachtet minutenlang die tanzende Ballerina! Anschließend wird der Deckel gemeinsam zu geklappt und auf der Rückseite die Spieluhr von Neuem aufgezogen. Nun kann das Spiel von vorne beginnen. Das Kind klopft mit der Hand, zeigt mit dem Finge oder durch einen intensiven Blick, dass die Ballerina noch einmal tanzen soll…

Dosen öffnen:

Ein spannendes Spiel für unsere Mädchen ist das Öffnen von jeglicher Art von Dosen und das Entdecken der darin befindlichen Überraschungen: Keksdosen, Überraschungseier, Schmuckdosen, Filmdosen, Eisdosen. Kleine Dinge in Schachteln. Zusätzlich können die Behältnisse farblich gestaltet werden und bieten somit eine weitere Möglichkeit, Farben und ggf. Formen anzubahnen.

Ich tanze nur für Dich!


Nägel in Holzbrett (Achteck):

Tolle Formen erzielt man mit einem Holzbrett, in das Nägel auf einem sechs- oder achteckigen Grundriss eingeschlagen sind. Verbindet man die Nägel mit handelsüblichen Küchengümmis miteinander, enstehen tolle Formen und das Kind kann an den Gummis ziehen und zupfen.

„A“ wie Apfel

Ostereier suchen:

Man klebt mehrere Streifen grünen Krepps auf eine stabile große Kartonseite. Dann schneidet man die Kreppstreifen zur Hälfte ein und hat man eine schöne Wiese mit Gras darauf. In dieser Wiese kann man farbige Ostereier (buntes Papier) verstecken. Mit dem BigMacks oder StepByStep kann man dann das Kind die farbigen Ostereier suchen lassen.

Buchstabenmappe:

Eine Mutter hat die Buchstabenmappe ihrer Tochter vorgestellt. Dazu hat sie auf jeder Seite ein Bild, das einen Gegenstand zeigt, der mit dem gesuchten Buchstaben anfängt. Hat das Kind den Buchstaben gefunden, kann es ihn mit der Hand und ggf. mit Hilfe abfahren und ertasten.

Wie sind die Ostereier?



Singspiele

Husch Husch Husch:

Man singt folgenden Text:“ Husch, Husch, Husch die Eisenbahn. Wer will mit nach Frankfurt fahren? Alleine reisen will ich nicht, da nehm ich mir den/die….. mit (singt man das Lied alleine mit dem Kind, kann man es anhand von  Fotos – Freund, Familie -- den nächsten Mitfahrer aussuchen lassen, singt man das Lied während einer Feier, kann das Kind mit dem Blick oder einer Geste eine Person aussuchen).

 

Ich buddel mit der Hand im Sand (Spunk):

In diesem Lied werden verschiedene Dinge im Sand entdeckt. Das Kind kann jeweils anhand von Bildkarten den entsprechenden Gegenstand heraussuchen oder die Strophe einfordern, die den Gegenstand enthält.

 

Rolf Zukowski:

Viele Lieder von Ralf Zukowski lassen sich mit Gesten begleiten. Hierzu können auch die Arme und Hände des Kindes geführt werden.

 

Tritratrommelmaus:

Tri, tra, Trommelmaus, komm heraus aus Deinem Haus. Diesen Teil ansingen, dann kann das Kind mit der Trommel das „Weiter“ Kommando geben.

 

Singen und Rhythmik:

Viele unserer  Mädchen mögen es sehr, wenn sie rhythmisch zum gesungenen Lied gedrückt oder geknuddelt werden. Außerdem lassen sich viele Lieder sehr schön mit Gebärden begleiten. Dazu sollte man dem Kind gegenübersitzen und den Inhalt des Liedes mit leicht bis stark übertriebenen Gebärden begleiten.

Auswahlmappe für CDs und Kassetten:

Aus einer handelsüblichen CD-Mappe für zum Beispiel 30 CDs lassen sich tolle Auswahlmappen für unsere Kinder herstellen. Am besten nimmt man Mappen, die im aufgeschlagenen Zustand 4 CDs anbieten. Dazu wird der Umschlag der jeweiligen CD kopiert und in die Tasche gesteckt. Dahinter verbirgt sich die CD selbst. Das Feld unten rechts wird freigelassen und wird mit einem dicken Pfeil nach rechts gefüllt. Falls auf der aufgeschlagenen Seite nicht die gewünschte Musik ist, kann das Kind durch Zeigen auf den „Weiterpfeil“ den Erwachsenen zum Umblättern bewegen.

 

 


Selbständige Beschäftigungsspiele

 

 

Für die selbstständige Beschäftigung kommen vor allem die Lieblingsbeschäftigungen unserer Mädchen in Betracht. Dies kann alles Mögliche sein. Hier eine kleine Auswahl:

Knautschtiere drücken, elektrisches adaptiertes Spielzeug bedienen, Sprechende Tiere auslösen, anderes Spielzeug, das Musik macht. Musikhören mit Kassettenrecorder und dem Powerlink. Man kann übrigens auch CDs mit dem Powerlink ein- und ausschalten: Man schließt den CD Spieler an ein Radio oder Kassettenrecorder an und schaltet diesem mit dem Powerlink ein und aus.

 

Wer zuhause genügend Platz und genügend Bälle hat, kann seinem Kind ein Bällebad machen und es dort hinein setzen. Man kann dann nach verschiedenen Gegenständen im Bällebad suchen. Wenn man die Arbeit nicht scheut und vor Wasser keine Angst hat, kann man sein Mädchen auch vor ein Waschbecken setzen, dieses mit Wasser füllen und Enten und Fische darin schwimmen lassen. Das Kind kann nach Belieben die Dinge greifen und herausholen oder hineinlegen.

Christiane und Ulrich Dieckmann, 2008

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