Was bedeutet Unterstützte Kommunikation ?


Unterstützte Kommunikation (UK) umfasst eine Vielzahl an Medien und Methoden, die es Menschen mit Einschränkungen im Bereich der Lautsprache ermöglichen, zu kommunizieren. Unterstützte Kommunikation kann fehlende Lautsprache ergänzen oder auch komplett ersetzen. Man unterscheidet nicht-elektronische Hilfen, wie grafische Symbole auf Kommunikationstafeln, Gebärden oder auch Bezugsobjekte, von elektronischen Hilfen, wie einfache Taster mit und ohne Sprachausgabe, statische Sprachausgabegeräte und schließlich komplexe dynamische Geräte mit unterschiedlichen Bedienungsmöglichkeiten.

Damit Kommunikation - Unterstützte Kommunikation -  gelingt, ist das Verhalten und die Schulung der Kommunikationspartner genau so wichtig, wie die Wahl das richtigen Kommunikationsmittels oder der richtigen Kommunikationsstrategie.

Was hat das mit dem Rett-Syndrom zu tun?


 

Durch die unterschiedlichen Ausprägungen des Rett-Syndroms sind die laut-sprachlichen Fähigkeiten der betroffenen Personen stark eingeschränkt bis nicht vorhanden. Dies verleitet oft dazu, zu vermuten, dass kein Sprachverständnis vorhanden ist und es wird auf rudimentärste Weise mit diesen Menschen kommuniziert. Dies wird den Personen nicht gerecht, da ein Sprachverständnis durchaus vorhanden und gefördert werden muss. Auch wenn im Kommunikationsprozess die Reaktion oft ausbleibt oder sehr verzögert ersichtlich ist, bedeutet dies nicht, dass die Person nichts verstanden hat. Da als Reaktion kaum Lautsprache eingesetzt werden kann, endet der Kommunikationsprozess oft frühzeitig. Dabei zeigen Menschen mit Rett-Syndrom sehr wohl Reaktionen in einem Kommunikationsprozess. Aufgabe des Kommunikationspartners ist das richtige Erkennen und Deuten der Zeichen, die von dem Menschen mit Rett-Syndrom ausgesandt werden. Dies können sowohl kurze Zeigegesten mit den Fingern als auch mit dem Blick sein. Genau diesen Umstand nutzt man bei der Unterstützten Kommunikation. Durch den Einsatz von Bild- und Symbolkarten werden die Gesten und die Blickrichtung genutzt, um Dinge auszuwählen und Entscheidungen zu treffen. Nach einer Einführungsphase können komplexere Systeme wie Blicktafeln oder Sprachausgabegeräte (Tablets, Computer mit Augensteuerung etc.) eingesetzt werden.

Durch die richtige Wahl der Hilfsmittel ist es Menschen mit Rett-Syndrom durchaus möglich, Entscheidungen zu treffen und Wünsche zu äußern. Dadurch steigt die Lebensqualität erheblich und stärkt das Selbstbewusstsein. Für den Kommunikationspartner und das direkte Umfeld wird es einfacher, die Person zu verstehen und auf ihn eingehen zu können. Es ist ein langer Weg, aber es lohnt sich!

Auf den weiteren Seiten finden Sie einige Beispiele, wie UK eingeführt und genutzt wird. 


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